Nachtragshaushalt / Entscheidungen zur neuen Grundschule

In der Gemeindevertretersitzung am 25. August wurde der Nachtragshaushalt mit der großen Mehrheit der Gemeindevertreter verabschiedet. Dieser war unter anderem aufgrund der Mindereinnahmen aus Einkommens- und Gewerbesteuer notwendig geworden. Die SPD-Fraktion konnte zustimmen – die Finanzverwaltung unter Frau Weller hat hier gute Arbeit geleistet. Nachgebessert werden musste auch, da sowohl beim Kita-Neubau als auch beim Straßenausbau im Hochland ein finanzieller Mehrbedarf entstanden ist, der sich aber vor allem auch wegen des zügigen Baufortschritts ergibt. Deshalb fallen die Ausgaben nicht erst 2021 an, sondern schon in diesem Jahr.

Aufgrund des verbesserten Betreuungsschlüssels für die Kindertagesstätten im Land Brandenburg (1:10 statt 1:11 bei 3 – 6 jährigen) wurden für den Stellenplan 6,75 neue Stellen im Sozialbereich beschlossen. Zur Bewältigung der Aufgaben im Zusammenhang mit der Digitalisierung in den Schulen sollen möglichst noch in diesem Jahr zwei IT-Medienwarte eingestellt werden. Wie es die Erfahrungen mit der Coronakrise gezeigt haben, gibt es bei der Digitalisierung einen großen Nachholbedarf. Daher war der Widerstand einiger Gemeindevertreter*innen zu diesen Verbesserungen aus unserer Sicht wenig verständlich. Mit Unterstützung der SPD-Fraktion wurde letztendlich der Vorschlag der Verwaltung zum Stellenplan verabschiedet.

Zur neuen und dringend notwendigen Grundschule sollen im September wichtige Beschlüsse fallen. Ein entsprechender Zeitplan wurde jetzt vorgelegt. Im August stellten sich zwei freie Träger im zuständigen Ausschuss vor. Dieses sind die Freie Waldorfschule sowie die evangelische Schulstiftung. Die Freie Waldorfschule beabsichtigt den Bau einer einzügigen Schule vom 1. bis zum 13. Schuljahr als Ergänzungsangebot zur Schullandschaft– und benötigt hierfür die Unterstützung der Gemeinde durch Bereitstellung eines geeigneten Grundstücks.
Eine mögliche evangelische Grundschule in Zeuthen wurde in einer zweizügigen Variante vorgeschlagen – und würde die Grundschule am Wald sogar über den aktuellen Bedarf hinaus entlasten. Da der Bau durch einen Bauträger finanziert und durchgeführt würde, kämen auf die Gemeinde zunächst keine Investitionskosten zu. Als finanzielle Belastung würde die Sicherstellung des Schulbetriebs in den ersten zwei Jahren der Grundschule – zusätzlich zur regulären Kostenerstattung für jeden Grundschüler- erforderlich sein. Darüber hinaus ergeben sich möglicherweise neue Chancen für eine finanzielle Förderung einer neuen kommunalen Grundschule durch Bund oder Land, die geprüft werden müssen. Die SPD-Fraktion spricht sich grundsätzlich für eine Vielfalt in der Schullandschaft aus. Im September muss nun entschieden werden, ob mit den Vorschlägen der freien Träger oder mit einer geförderten kommunalen Grundschule die Pflicht der Gemeinde nach Bereitstellung ausreichender Schulplätze am besten erfüllt wird.

Die SPD-Fraktion hat eine neue sachkundige Einwohnerin im Ausschuss für Soziales, Bildung, Kultur und Familie. Wir bedanken uns bei Herrn Jens Zarske-Lehmann für sein bisheriges Engagement und begrüßen ab September Frau Christine Naumann als Vertreterin im Ausschuss.


Heiko Witte, Jörgen Hassler, Jens Burgschweiger
SPD-Fraktion…

Mehr als 40 Gewerbetreibende haben in der Zwischenzeit finanzielle Hilfen aus dem beschlossenen Hilfspaket beantragt – diese Hilfe konnte in den meisten Fällen auch gewährt werden. Das ist gut für die Zeuthener Gaststätten und Ladengeschäfte. Das öffentliche Leben ist wieder in Gang gekommen und wir werden die Zeuthener Gewerbetreibenden auch weiterhin unterstützen. Gleichzeitig sind wir alle aufgefordert, auch weiterhin Abstandsregeln und Vorsicht walten zu lassen, um die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen und damit die Auswirkungen der Krise auf uns alle zu begrenzen.

Der Bau einer neuen Grundschule beschäftigt weiterhin die kommunale Arbeit – und das zu Recht. Am 20. August wird es eine Anhörung von interessierten freien Trägern für eine solche Grundschule in Zeuthen im Ausschuss für Soziales, Bildung und Kultur (SBKA) geben. Dann müssen aus unserer Sicht im Herbst Beschlüsse in Hinsicht auf eine mögliche Finanzierung sowie Standort und Optionen für die Trägerschaft getroffen werden. Die SPD-Fraktion wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass hier bald Klarheit für Zeuthener Familien geschaffen wird.
Gleichzeitig ist die Umsetzung des Erweiterungsbaus an der Grundschule am Wald Konsens in der Gemeindevertretung, hier erwarten wir zügige Entscheidungen für einen baldigen Baubeginn.

Für das Grundstück Goethestraße / ehemaliger „Lordshop“ hat der Investor städtebauliche Entwürfe vorgelegt. Die SPD-Fraktion begrüßt die Initiative des Investors und die Bemühungen, Zeuthen mit einem kreativen Gebäude im Zentrum des Ortes zu bereichern. Die Gestaltung der Goethestraße ist für die Entwicklung des Ortszentrum von Zeuthen sehr wichtig. Allerdings stellen sich noch wesentliche Fragen insbesondere zur Nutzung des Straßenraums ebenso wie zu einer bisher geplanten Überbauung des Straßenraums, die als nicht positiv für diesen Standort eingeschätzt wird und nicht unsere Zustimmung findet. Hier wurde der Investor im Ortsentwicklungsausschuss aufgefordert, den vorliegenden Entwurf entsprechend zu überarbeiten.

Für das Dialogforum Airport Berlin-Brandenburg wurde ein öffentlich-rechtlicher Vertrag erarbeitet. Aus unserer Sicht ist eine kritische Teilnahme Zeuthens am Dialogforum wichtig, um insbesondere die unterschiedlichen Interessen von Flughafengesellschaft (FBB), Ländern, Landkreisen und Gemeinden auszugleichen und zu diskutieren. Als Ergebnis der Diskussion in der Gemeindevertretung am 26. Mai konnte die SPD-Fraktion dem vorliegenden Vertrag allerdings nicht zustimmen, da dieser „eine Unterstützung der FBB“ einfordert. Im Interesse der Bürgerinnen und Bürger Zeuthens ist innerhalb des Dialogforums aber vor allem darauf zu achten, dass notwendiger Lärm- und Gesundheitsschutz für die Betroffenen ebenso gegeben ist wie eine Vermeidung von Flugrouten über Zeuthen, wo kein Anspruch auf Lärmschutz besteht. Der Bürgermeister wurde aufgefordert, die Interessenwahrung im Sinne der Gemeinde innerhalb des Dialogforums zu vertreten.

Ortsentwicklung, der Bau einer neuen Grundschule sowie der Ausbau von Radwegen werden auch im zweiten Halbjahr für uns in Zeuthen im Mittelpunkt der Diskussionen und kommunalpolitischen Anstrengungen stehen. Sprechen Sie uns an!

Heiko Witte, Jörgen Hassler, Jens Burgschweiger
SPD-Fraktion…

1. Allgemeine Maßnahmen zur Förderung des Fahrradverkehrs

Laut Lärmaktionsplan ist der motorisierte Verkehr die bedeutendste Lärmquelle in der Gemeinde Zeuthen. Dieser ist gleichzeitig auch die Hauptgefahrenquelle im öffentlichen Raum, insbesondere für Kinder. Die Erhöhung des Anteils von Wegen, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegt werden, kann einen wichtigen Beitrag dafür leisten, den Lärm im Ort zu reduzieren, die Sicherheit zu erhöhen und allgemein das Wohnklima im Ort zu verbessern.
Erfahrungen in anderen Regionen, insbesondere in den Niederlanden und Dänemark, haben gezeigt, dass ein hoher Fahrradanteil am Gesamtverkehr dann erreicht werden kann, wenn das Fahrrad eine echte Alternative zum Auto darstellt. Das ist insbesondere dann der Fall, wenn das gewünschte Ziel mit dem Fahrrad schneller erreicht werden kann als mit dem Auto. Ein solcher Zeitvorteil könnte mit einer Fußgänger- und Fahrradbrücke über die den Ort teilende Bahntrasse geschaffen werden. Der Bau einer solchen Brücke hätte eine enorme Symbolwirkung und würde einen bedeutsamen Impuls für die Förderung des Fahrradverkehrs bewirken.
Fazit:  Eine Fußgänger- und Fahrradbrücke über die Bahngleise hätte eine enorme Symbolwirkung und würde einen bedeutsamen Impuls für die Förderung des Fahrradverkehrs bewirken. Für die Realisierung sind Fördermittel erforderlich.

2. Defizite und fehlende Verbindungen für Fahrradfahrer zu wichtigen Zielen im Umfeld der Gemeinde Zeuthen

Grundschule am Wald und Humboldt-Gymnasium in Eichwalde

Gehwege mit „Fahrrad frei“ sind weitgehend vorhanden. Allerdings sind durch die Bahnstrecke Berlin-Cottbus, welche die Gemeinde Zeuthen entlang der Nord-Südachse teilt, weite Umwege und Wartezeiten an den Schranken nötig. Es fehlt eine Brücke oder ein Tunnel für Fußgänger und Fahrradfahrer. Für die Realisierung sind, zum Beispiel im Rahmen der Schulwegsicherung, Fördermittel erforderlich.


Gesundheitszentrum und Wildorado in Wildau 

Zu diesen wichtigen Zielorten gibt es keine direkte Radanbindung. Es sind große Umwege notwendig. Eine Radverbindung nach Wildau über die Große Zeuthener Allee könnte Abhilfe schaffen.


A10-Center Wildau

Es ist nur ein einseitiger Weg mit „Fahrrad frei“ auf der östlichen Seite der Miersdorfer Straße in Wildau vorhanden. Es fehlt ein Radweg auf der anderen, westlichen Fahrbahnseite. An der Kreuzung Miersdorfer Straße Ecke Dorfaue ist der Kreisverkehr für Fahrradfahrer sehr gefährlich. Es kam schon zu mehreren Unfällen zwischen Fahrradfahrern und den Kreisverkehr verlassenden Autos. Hier muss ein separater Fahrradweg geschaffen werden. Im weiteren Verlauf fehlen Radwege in Wildau an der Dorfaue und auf der Chausseestraße. Die Defizite haben eine sehr negative Wirkung in Bezug auf die Sicherheit und Attraktivität des Radfahrens. Durch das Abstellen der Defizite wäre ein wesentlich größerer Teil der Verkehrs von Zeuthen zum A10-Center mit dem Fahrrad möglich.


Königs Wusterhausen – Gymnasien, Krankenhaus, Kreisverwaltung 

In Zeuthen entlang der Landesstraße L401 gibt es keinen eigenen Radweg. Es gibt lediglich Fußwege mit einer Markierung „Fahrrad frei“, die jedoch auf Teilstrecken nur einseitig vorhanden sind. Fahrradstreifen als Markierung auf der Straße (Schutz- oder Angebotsstreifen, siehe § 45 StVO), mindestens in den Bereichen ohne Möglichkeit auf einen freigegebenen Fußweg Rad zu fahren, werden dringend benötigt.


Im Ortszentrum von Wildau sind die Wege für Radfahrer sehr schmal. Es kommt häufig zu Konflikten mit Fußgängern. Ab dem Ortsausgang Wildau Richtung KW im weiteren Verlauf der L401 fehlen Fahrradwege gänzlich. Auf dem Gebiet der Stadt Königs Wusterhausen haben die Radwege zum Teil schlechte Qualität. Auf Grund dieser Defizite fahren bisher nur wenige Schüler mit dem Rad zu den Gymnasien bzw. Bürger zum Krankenhaus oder zu den Behörden.
Schönefeld – Gewerbegebiet und Flughafen BER Eine Anbindung für Fahrradfahrer nach Schönefeld, insbesondere für die dort Beschäftigten, wird dringend benötigt. Eine solche wäre über den Schönefelder Ortsteil Kiekebusch und im Zusammenhang mit einem Fahrradschnellweg möglich. Es fehlt aber sehr dringend der Radweg entlang der L402.


Gewerbepark Schönefeld-Kiekebusch (Amazon), Dahlewitz (Rolls Royce) und Rangsdorf

Zahlreiche Zeuthener Bürger arbeiten in den Gewerbegebieten rund SchönefeldKiekebusch, Dahlewitz und Rangsdorf. Auf dieser Strecke gibt es keinen ÖPNV. Das Fahrrad wäre, insbesondere für junge Menschen in der Ausbildung eine echte Alternative im Alltag. Um dorthin ohne Gefahr mit dem Fahrrad zu fahren, fehlt jedoch der Radweg entlang der L402. Der tödlicher Unfall eines Radfahrers auf dieser Strecke macht die Bedeutung dieses Mangels deutlich. Im diesem Zusammenhang ist es sehr unverständlich, dass dieser Radweg auf der Bedarfsliste des Landes Brandenburg so weit hinten aufgeführt wird.


Wissenschaftszentrum Berlin – Adlershof 

Der Industrie- und Forschungsstandort liegt im Einzugsbereich für Fahrradfahrer der Gemeinde Zeuthen. Im Zusammenhang mit den geplanten Fahrradschnellwegen in Berlin soll der Landkreis LDS die Fortführung nach Brandenburg (zum BER und nach Eichwalde) in das Radverkehrskonzept LDS aufnehmen. Dann könnte Zukünftig auch das WiStaGelände mit dem Fahrrad erreicht werden.

 

Zeuthen braucht eine neue Grundschule!!! Die Diskussionen für eine neue Grundschule sind bereits viele Monate alt, mit gegenwärtig 620 Schülern ist die eigentlich dreizügig geplante Grundschule am Wald völlig überlastet. Der Erweiterungsbau für die Grundschule am Wald, ebenso im Haushalt 2020 eingestellt, wird dazu dienen, dass die Mittagsversorgung der Grundschüler und Lehrkräfte wieder in Räumlichkeiten der Schule stattfinden kann. Auch wenn die SPD eine sehr behutsame Bevölkerungsentwicklung in Zeuthen für städtebaulich ratsam hält, ist dennoch mit einem Wachstum zu rechnen. Gleichzeitig erinnert die derzeitige Krise auch daran, dass für Schulklassen bis zu 30 Schülerinnen und Schülern zu wenig Räume zur Verfügung stehen. Natürlich wird eine neue Grundschule nicht nur für Zeuthener Familien eine Verbesserung sein, das Einzugsgebiet sollte vielmehr die Nachbargemeinden umfassen. Umso wichtiger wird es sein, entsprechende Vereinbarungen mit allen Nachbargemeinden zu finden. Trotz allem ist Zeuthen finanziell robust genug aufgestellt, um das Projekt Neue Grundschule zügig zu verfolgen und umzusetzen.

 

Nun kommt es darauf an, die nötigen Entscheidungen zu treffen. Am wichtigsten ist dabei nicht der Standort, sondern die Finanzierung. Hier müssen die notwendigen Gespräche insbesondere mit Eichwalde geführt werden, um zu einem nachhaltigen Finanzierungskonzept zu kommen. Bisher vorgestellte Ansätze sind nicht akzeptabel. Demnach müsste die Gemeinde Zeuthen die Finanzierung des Neubaus fast vollständig übernehmen. Der Kostenausgleich für die Kinder anderer Gemeinden wie Eichwalde deckt bisher fast nur den Anteil an den Betriebskosten. Für diese Frage muss eine faire Lösung gefunden werden. Eine Kreditaufnahme wird trotzdem nötig sein. Ebenso sollten alternative Finanzierungen durch die Beteiligung eines freien Trägers geprüft werden.

 

Auch beim Standort drängt die SPD-Fraktion auf eine schnelle und vor allem objektive Entscheidung, hier sollen die Einwohner und insbesondere Familien mit Kindern an der Entscheidung beteiligt werden. Um die Standortdebatte nicht nur auf ost- bzw. westseits der Bahnstrecke zu reduzieren, hat die SPD-Fraktion bereits initiiert, Querungsmöglichkeiten für Fußgänger und Radfahrer zwischen den bestehenden Bahnübergängen zu schaffen, unabhängig vom neuen Grundschulstandort. Die Schülerinnen und Schüler der neuen Grundschule sollen die Möglichkeit haben, ihre Schule ohne ein Überqueren der Gleise zu erreichen. Hinsichtlich der Lage und Straßenanbindung ist der Standort Schillerstraße unmittelbar am Ortsausgang nach Eichwalde am besten geeignet. Dort wäre jedoch auch der gravierendste Eingriff in die Natur zu verzeichnen. Ein wesentlich geringerer Eingriff wäre mit den Standorten am Zeuthener Winkel verbunden. Hier fehlt es jedoch noch sehr an einer leistungsfähigen Straßenanbindung.

 

Unter Berücksichtigung der Finanzierung und des Bedarfes in der Region ist für uns ebenso die Beteiligung eines freien Trägers bei der neuen Grundschule denkbar. Auch hier muss ein entsprechendes Interesse zügig diskutiert werden. Hier ergeben sich einerseits Risiken, inwieweit die Gemeinde den gesetzlichen Schulbedarf erfüllen kann (das muss im Hinblick auf den potentiellen Träger geklärt werden), aber auch klare Vorteile im Sinne einer Vielfalt an Schulangeboten für Familien in der Region.

 

Liebe Zeuthenerinnen und Zeuthener, liebe Familien, wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Meinungen und Vorschläge!

 

Heiko Witte, Jörgen Hassler, Jens Burgschweiger

SPD Fraktion…

Mit Unterstützung aller Gemeindevertreter hat die Gemeindevertretung am 2. April beschlossen, Gewerbetreibenden, die durch die Corona-Krise finanzielle Nachteile erleiden, Unterstützung zu gewähren! Die SPD-Fraktion hatte dafür die Bildung eines Fonds angeregt, aus dem dann Hilfszahlungen für alle Zeuthener Restaurants, Geschäfte und anderer Gewerbe, die durch Schließungen betroffen sind, entnommen werden können. In diesen Fonds fließen zunächst Haushaltsmittel ein, die durch die Krise in diesem Jahr nicht ausgegeben werden können, wie zum Beispiel die Finanzierung des Fischerfests. Dieses, wie auch viele andere Veranstaltungen, müssen leider ausfallen. Ob der beschlossene Betrag von zunächst 100.000 € ausreichen wird, muss sich zeigen, wenn abzusehen ist, wann die beschlossenen und notwendigen Maßnahmen zur Kontaktsperre zumindest teilweise aufgehoben werden können. Gleichzeitig werden die Mieten kommunaler Wohnungen auf Antrag zunächst gestundet, um soziale Härten aufzufangen.

Wir werden weiterhin dafür einstehen und uns dafür einsetzen, dass lokale Geschäfte und Restaurants in Zeuthen erhalten bleiben. Wichtig ist es uns in diesem Zusammenhang, dass es bei der Förderung durch die Gemeinde immer gerecht zugeht und auch wirklich die hier ansässigen Unternehmen profitieren.

Die Krise wird die Bürger wie auch die Kommune auf eine harte Probe stellen. Zusammen mit einer starken Bürgerbeteiligung sowie einer handlungsfähigen Gemeindevertretung und Verwaltung können wir diese aber in Zeuthen meistern, da in den letzten 10 Jahren der Haushalt der Gemeinde solide geführt wurde. Gleichzeitig dürfen wichtige Vorhaben der Gemeinde nicht warten.

 

Der Bau einer neuen Grundschule wird auch weiterhin ein wichtiges Thema sein. Um die Einwohnerbeteiligung bei dem Vorhaben zu gewährleisten, wird es in naher Zukunft entsprechende Informationen von der Verwaltung und den Fraktionen geben – alle Bürgerinnen und Bürger sind dann zur Beteiligung aufgefordert. Weiterhin drängt die SPD-Fraktion vor allem auf eine schnelle und objektive Standortentscheidung sowie auf eine zügige Klärung von Finanzierung und Umsetzungsplanung.

Weiteres wichtiges Thema ist die Radwegeplanung, für die es Fördermöglichkeiten und entsprechende Initiativen aus dem Landkreis gibt.

 

Wenden Sie sich auch weiterhin an uns mit Ihren Anfragen und bleiben Sie gesund!

Heiko Witte

Für die SPD Fraktion…

Die Mitglieder der SPD-Fraktion des Landkreises Dahme-Spreewald setzten sich in den entsprechenden Gremien seit langem für die Errichtung einer Fahrradschnellroute zum neuen Hauptstadtflughafen Berlin Brandenburg (BER) ein. Das betrifft unter anderem die gemeinsame Arbeit in der AG Rad der Gemeinden Zeuthen, Eichwalde und Schulzendorf sowie im ADFC (Allgemeiner Deutscher Fahrrad Club), Regionalgruppe Königs Wusterhausen. Deshalb haben sie mit Nachdruck den Antrag der Kreistagsfraktion GRÜNE in der Kreistagssitzung am 26.02.2020 unterstützt.…

Die SPD-Fraktion im Kreistag Dahme-Spreewald hat sich in den letzten Monaten intensiv dafür eingesetzt, dass ein Radverkehrskonzept für den Landkreis Dahme-Spreewald entwickelt wird. Ziel ist es, das Fahrrad auch im Berufsverkehr stärker nutzen zu können. In der Sitzung des Kreistages am 26-02.2020 wurde die BV 2019/141-1 “Radverkehr als Alltagsverkehrsmittel etablieren” mit großer Mehrheit beschlossen.

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Bereits im Jahr 2018 wurde der Beschluss in der Gemeindevertretung Zeuthen zum Bau eines straßenbegleitenden Radweges an der Landesstraße L402 vom Sportplatz Miersdorf bis zum Kreisverkehr (Kreuzung L400/402) gefasst. Im Ausschuss für Ortsentwicklung wurde am 29.10.2019 eine Information zum Arbeits- und Sachstand durch das beauftragte Planungsbüro Voigt Ingenieure Luckau mit Vorstellung der erarbeiteten Varianten gegeben. Seit dem ist kein neuer Sachstand bekannt.

Deshalb wurde am 21.01.2020 an den zuständigen Leiter des Amts für Bauen und Ortsentwicklung der Gemeinde Zeuthen, Herrn Schünecke, eine Anfrage mit folgendem Wortlaut per E-Mail versandt:

 

“Sehr geehrter Herr Schünecke,

wir Mitglieder der AG Rad Zeuthen möchten Sie bitten zu prüfen, ob die Gemeinde Zeuthen für den geplanten Bau des Radweges an der L402 zwischen Zeuthen – Miersdorf und dem Kreisverkehr L400 Finanzhilfen des Landkreises über die Strukturfondsrichtlinie beantragen kann.

In der Strukturfondsrichtlinie heißt es:
„Förderbereich 1 (Strukturmaßnahmen): Förderung investiver Strukturmaßnahmen von überregionaler Bedeutung im Gebiet des Landkreises Dahme-Spreewald. Gefördert werden Investitionen in das unbewegliche Anlagevermögen (Neubauten, Modernisierungen und grundhafte Sanierungen).“

Der Antrag müsste bis spätestens 15. September des Vorjahres eingereicht werden. Die Richtlinie ist bis 31.12.2021 gültig.

Zusatzinformation:
In den Fachausschüssen des Kreistages LDS wird aktuell ein Beschluss zur Förderung des Radverkehrs behandelt, der unter anderem folgende Formulierung enthält:
„Aufgrund der Dringlichkeit (BER-Eröffnung am 31.10.2020) setzt sich der Landkreis für den Bau des Radschnellweg Berlin-BER-Waltersdorf-Königs Wusterhausen als vorgezogene Maßnahme ein und nutzt dafür auch die aktuellen finanziellen Förderungen von Bund und Land.“
Wir gehen davon aus, dass der Kreis hier Finanzhilfen aus der „Verwaltungsvereinbarung Radschnellwege 2017 – 2030“ des BMIV in Anspruch nehmen könnte.

Wir stehen Ihnen als Gesprächspartner sehr gern jederzeit zur Verfügung.

Herzliche Grüße,  Beate Burgschweiger

Handy: +4915775173832
Mail: beate.burgschweiger@web.de”                    – 21.01.2020 –

Die SPD-Fraktion der Gemeimndevertretung Zeuthen setzt sich für eine Verbesserung des Radverkehrs in und um Zeuthen ein und hat dazu folgende Beschlüsse auf den Weg gebracht:…